Erich Ludendorff- Immer seiner Zeit vorraus

Ludendorff mit Pickelhaube

General Ludendorff veröffentlichte um 1930 eine Reihe von Schriften und Zeitungsartikeln in denen er den Zweiten Weltkrieg, die Zerstörung Deutschlands und Europas, die Gründung eines neuen Pan-Europäischen Universalstaates und der Weltrepublik mit einer Ein-Welt-Regierung vorraussagte mit einer Neuen Weltordnung, in der kein Mensch mehr frei sein wird und für die Eliten ohne Lohn schuften muss.

Ludendorff spricht auch den Hitler-Stalin Pakt an, allerdings rund 10 Jahre BEVOR dieser laut unserer Geschichtsschreibung angeblich geschlossen wurde.

Zunächst die derzeit „gültige“ Darstellung des Hitler-Stalin-Paktes nach Geoffrey Roberts, Professor für Geschichte in Cork/Irland, wie Roberts in seinem Buch „Stalins Kriege“ den Pakt schildert:

„Der erste öffentliche Hinweis auf diese unvermittelte Wende war die Ankündigung vom 21. August 1939, dass der deutsche Aussenminister Joachim von Ribbentrop zu Verhandlungen über einen deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt nach Moskau fliegen würde. Ribbentrop kam in der sowjetischen Hauptstadt am 23. August an, und schon am Ende des  Tages wurde der Vertrag abgeschlossen. Am 24. August berichteten die Prawda und Iswestija auf der Titelseite darüber mit dem heute berüchtigten Bild des sowjetischen Außenministers Molotow, wie er den Vertrag unterschreibt, hinter ihm ein lächelnder Stalin…Der Grund für den Schock war, dass Stalin in den vorhergehenden sechs Monaten mit Briten und Franzosen über eine Allianz gegen Hitler verhandelt hatte. Diese Verhandlungen hatten nach der deutschen Besetzung der Tschechoslowakei im März 1939 begonnen…“

So lernen wird das in der Schule. Und niemand wird stutzig. Derselbe übervorsichtige Stalin, der sechs Monate lang mit England und Frankreich über ein Bündnis gegen Hitler verhandelt, bricht die Verhandlungen ab, dann fliegt der deutsche Außenminister mal schnell nach Moskau und am abend des selben Tages (!!!) unterzeichnen die Sowjets in Windeseile den Pakt mit Hitler???

Das an sich ist schon mekrwürdig, noch merkwürdiger wird die Sache allerdings, wenn man Ludendorffs Aussagen zum Pakt zwischen den Nationalsozialisten und Stalin näher betrachtet, vor allem wenn man bedenkt, dass Ludendorff bereits 1930 (!!!) erklärt, dass die Nationalsozialisten – auf Vermittlung Mussolinis und mit Billigiung des Vatikans – einen Pakt mit Stalin gegen Polen geschlossen haben:

Ludendorff (1930):

„Sowjetrußland hat sein Eingreifen in Europa gut vorbereitet…Er (Stalin) kann deshalb ein Bündnissystem, das Deutschland an der Seite Italiens gegen Frankreich stellt, nur auf das Wärmste begrüßen. Es bringt ihm nur Vorteile und keinen einzigen Nachteil…Der Abschluß des Bündnisses zwischen Bolschewismus und Faschismus am 2.8.1930 (Sowjetunion-Italien) zeigt Stalin oder seine Berater hinter ihm als klarblickende Militärs, dagegen Mussolini und die Priester in Rom als militärische Stümper…Das Bündnis zwischen Faschismus und Bolschewismus ist ja nur ein Nützlichkeitsbündnis zur Überwindung ein und deselben Feindes: das Machtsystem des Groß-Orients von Frankreich und zwecks gegenseitiger Begaunerung nach erhofftem Siege über diesen Feind…Der Papst wird sich auch darüber nicht den Kopf zerbrechen, daß er durch sein Bündnis mit dem Bolschwismus Polen bolschewistischer Vergewaltigung aussetzt…Außerdem unterhält Polen unter freimaurerischer Führung bedenkliche Beziehungen zu Frankreich…Die Eingliederung des bolschewistischen Rußlands in das faschistische System ist auch den Anhängern des Faschismus in Deutschland mehr als recht. Auch der Faschismus in Deutschland sieht in dem Bolschewismus einen Weg zur Rettung Deutschlands, wenn auch seinen eigenen Weg natürlich als den besseren. … Nachdem Bolschewismus und Faschismus ein Bündnis abgeschlossen haben, und der Faschismus in Deutschland durch das Anschwellen der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei unter Unterstützung des Stahlhelms Gewähr dafür zu bieten scheint, daß die Eingliederung in das System Rom-Moskau gesichert ist…Das Bündnis zwischen Faschismus und Bolschewismus wurde in Rom in größter politischer Aufmachung abgeschlossen…Das unterzeichnete wirtschaftliche, politische, militärische Bündnis Mussolinis mit Sowjetrußland hat innerhalb Deutschlands das Bündnis der Parteien und Verbände, die sich öffentlich am heftigsten befehdet haben, zur Folge. Die mit Mussolini verbündeten Nationalsozialisten und Stahlhelmleute, und die mit Sowjetrußland verbündeten Kommunisten müssen zusammengehen. Offen darf man dies noch nicht zeigen, aber deutlich genug künden es die Schwarzhemden der SS, der Bolschewistenführer und der Faschisten und die Verwendung der Sowjetsymbole: Hammer und Sichel, in Verbindung mit dem römischen Schwert, in den Zeitungen der Nationalsozialisten an. Bis zum Kriegsausbruch wird aber der Scheinkampf bleiben müssen. Der Kampf der Nationalsozialisten gegen den Marxismus wäre sonst als ungeheure Lüge gebrandmarkt…Es stellt auch der Groß-Orient von Frankreich durch seine Vertrauensleute in Deutschland den Deutschen als Möglichkeit hin, Polen anzugreifen, mit der Versicherung, es werde zusehen. Auch dieses Spiel ist zu durchsichtig. Frankreich gibt Polen nicht preis und kann es auch bei der Haltung Sowjetrußlands gar nicht preisgeben. Würde Deutschland im Einverständnis mit Sowjetrußland – allein hat es nicht die Kraft, Polen anzugreifen – auf dieses Spiel eingehen, so würde das für Frankreich Anlaß sein und Anlaß sein müssen, selbst Deutschland zu bekriegen…So ist die Aufnahme des entwaffneten Deutschlands in das faschistische System, damit in der heutigen Lage dümmste aller Bündnissysteme, nur eine Frage der Zeit.“

 

 

 

 

 

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