Erich Ludendorff: Best of…2

Ludendorff

Ende der 20er Jahre erkannte General Ludendorff die Gefahr die von Hitler und der NSDAP ausging und griff sowohl Hitler als auch seine Partei in Schriften und Zeitungsartikeln massiv an. Hier noch ein paar Auszüge aus Ludendorff-Schriften zu diesem Thema:

„Die planmässige Verseuchung der Reichswehr durch die SA wird fortgesetzt. Die deutsche Wehrmacht ist in Gefahr, Parteiinstrument zu werden.“

„Das bisherige System war unheilvoll. Das der NSDAP ist es nicht minder. Jedes ist Werkzeug der überstaatlichen Mächte, die aus dem christlichen Boden herausgewachsen sind und deutsches Volkstum zum Ersticken bringen. Das Hineinströmen der Deutschen zur NSDAP ist ein ernstes Zeichen dafür, wie sehr das Volk jede Urteilskraft verloren hat und sich den flachsten Suggestionen hingibt…Wer wählt, wählt den Zuchthausstaat.“

„Die NSDAP des Herrn Hitler ist heute die brennendste Gefahr innerhalb des Deutschen Volkes. Ihr Entstehen liegt indes in der ungeheuer drückenden außen- und innenpolitischen Zwangslage des Deutschen Volkes und seiner wirtschaftlichen Verelendung. Nur die Beseitigung dieser Zustände kann die NSDAP überwinden. Zwangsgesetze schaffen nie Gutes…Ebenso steht die NSDAP an blutrünstigem Wollen der in ihr maßgebenden Kreise einzig da. Sie übertrifft darin den Bolschwismus. Die Peitsche, die Herr Hitler in der Hand führt, ist das Zeichen seiner von ihm beabsichtigten Knechtung des Volkes…“

Ludendorff in Leitartikeln der Volkswarte im Jahr 1932.

Auch nach der Machtübernahme am 30. Januar 1933 blieb Ludendorff sich treu. Zu den zahlreichen Auseinandersetzungen mit der Partei kam ein Dauerkonflikt mit Dr Goebbels, dessen Schriften Ludendorff als „Schmutzliteratur“ und dessen Propaganda-Ministerium Ludendorff als „Giftküche“ zu betiteln pflegte. 1936 mündete das ganze schließlich in eine Duell-Forderung des Generals an Dr. Goebbels (wovon wir natürlich in unseren Medien nie was zu hören bekommen) :

Brief von Ludendorff vom 30.11.1936:

„Mein lieber Treuenfeld!

Ich habe niemanden auf der weiten Welt, an den ich mich in nachstehender ernster Angelegenheit so vertrauensvoll wende, wie an Sie…So bitte ich Sie denn den nachstehenden Auftrag zu übernehmen, selbst auf die Gefahr, daß Ihnen Ungelegenheiten daraus entstehen: Der Minister Goebbels hat schwere Beleidigungen gegen meine Frau ausgesprochen…Die Anlage enthält Näheres. Lassen Sie sich doch sofort bei Minister Goebbels melden, und zwar in einer Ehrenangelegenheit. Er muß dann ja irgendwie Farbe bekennen. Sprechen Sie klar und bestimmt eintretenten Falls meine Forderung aus und treffen Sie mit den Zeugen Goebbels die nötigen Vereinbarungen. Ich bin dann sofort an Ort und Stelle. Auf irgendein Ehrengericht lasse ich mich nicht ein. Das führt zu nichts. Ich will persönliche Klarheit. Weiteres teile ich mit, sobald ich Ihre Nachricht habe. Tun Sie mir diesen Freundschaftsdienst. Es kann der letzte sein. In Treue

Ludendorff“

 

Aus der Antwort von Treuenfeld an Ludendorff vom 11.12.1936:

„Hochverehrter Herr General,

Im Verlaufe meiner etwa 1/2stündigen Unterredung mit Herrn Dr. Goebbels versicherte mir letzterer, daß es ihm  vollkommen fern gelegen habe, Euer Exzellenz oder Ihre Exzellenz öffentlich angreifen zu wollen…Ich habe diese Darlegungen mit Dank zur Kenntnis genommen und dann die Frage angeschnitten, wie das Mißverständnis nach außen hin aus der Welt geschafft werden könne. Von einer Presseberichtigung bat Herr Dr. Goebbels Abstand zu nehmen…Er erklärte sich aber gern bereit, Euer Exzellenz einen persönlich gehaltenen Brief zu schreiben,…dieser Brief wird so gehalten sein, daß Euer Exzellenz ihn veröffentlichen können…Euer Exzellenz treuergebener

Treuenfeld“

 

 

 

 

 

 

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